XTAR Raw 3500 mAh (18650) im Test

Mai 2026




Einleitung und Transparenzhinweis:

Akkus mit Schutzschaltung und USB-C sind eher selten. Aber für manche User dennoch sehr interessant. Der Markt ist da recht übersichtlich, aber ein paar Modelle gibt es dennoch. Einen 18650er mit USB-C habe ich bisher noch nicht getestet, insofern ist dieser Akku von XTAR der erste in dieser Baugröße, weitere werden bestimmt noch folgen.

Die Akkus wurden mir von XTAR kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.



Eckdaten:

Herstellerangaben Messung
Modell: - -
Format: 18650 -
PCB: -
Kapazität (typisch): 3500 mAh -
Kapazität (min.): unbekannt -
CDR: 10 A -
Nominelle Spannung: 3,6 V Max. 3,60 V @ 0,5A
Energie: 12,6 Wh 12,38 Wh
IR: keine Angabe 30 mΩ
Gewicht: <53 g 49,47 g
Maße: 18,5(±0,3) x 70,3(±0,5) mm 18,5 x 70,5 mm




Messwerte:




Durchschnittliche Spannung ähnlich großer Akkus:





Gesamte Energie im Vergleich:





Maximale Temperaturen:



Allgemeiner Hinweis zu Temperaturen von High-Drain Akkus: Die meisten Modelle haben heutzutage keine CDR mehr (die Stromstärke, bei der die Temperaturen unbedenklich sind). Meistens wird in Datenblättern nur noch ein „Maximum Discharge“ angegeben, und fast immer mit einem Temperaturlimit. Die hier gezeigten Temperaturen sind die bei einem offenen Messaufbau. In Akkuträgern, im Rohr der Taschenlampe oder in einem Akkupack sind die Temperaturen deutlich höher. Ohne Temperaturüberwachung solltest du diese Akku nie dauerhaft mit sehr hohen Strömen belasten.



Auswertung:

An den angegeben 3500 mAh bestehen keine Zweifel, bis zu 3450 mAh konnte ich messen. Beim maximalen konstanten Entladestrom, gibt es aber Klärungsbedarf. Ich dachte, ich hätte bei XTAR etwas von 10A (CDR) gelesen, aber beide Akkus haben kurz vor Ende der Messungen abgeschaltet. Vermutlich aufgrund zu hoher Temperaturen. Die Zelle selbst war gar nicht so warm und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass hier die ebenfalls diesem Monat getestete Raw-Zelle verbaut ist. Die kann dauerhaft 10A und kommt dabei auf knapp über 60°C.

Im Bereich der Schutzschaltung war es allerdings kurz vor Abschaltung mit bis zu 72°C (Oberflächentemperatur) nochmal etwas wärmer. Und wie hoch die Temperatur im Inneren ist, kann ich nicht ermitteln. Der Schutzschaltung war es aber anscheinend zu warm, weshalb sie abgeschaltet hat. Dieser Schutzmechanismus - den ich eigentlich gar nicht testen wollte - funktioniert. Soweit die guten Nachrichten. Aber sind diese Akkus nicht mit 10A (CDR) angegeben? Auf einem der Bilder steht „Maximum Discharge: 10A“. Das kann auch heißen, dass 10A nur kurzzeitig erlaubt sind. Aber auf einem der anderen Bilder steht explizit: „max contiuous discharge 10A“. Also doch, ich habe mich nicht geirrt. XTAR gibt 10A (CDR) an. Und CDR ist nach meinem Verständnis die Stromstärke die der Akku dauerhaft (bis er leer ist) liefert, ohne Einschränkung.

Jetzt kann man natürlich sagen, die Messungen waren ja fast beendet. Ja, das stimmt. Aber diese Messungen finden bei Raumtemperatur (22 - 23°C) in einem offenen Messaufbau statt. In einer Taschenlampe entstünde bei dauerhaft 10A bauartbedingt ein Hitzestau. Tendenziell kann nicht der Akku seine Wärme an das Gehäuse abgeben, um sich abzukühlen. Denn das wird meist durch die LED(s) aufgeheizt. In dem Fall würde die Abschaltung sehr wahrscheinlich noch früher einsetzen.



Fazit:

Du sucht einen geschützten 18650er mit USB-C? Dann könnte dieses Modell etwas für dich sein. Bis zu 3450 mAh liefert er, aber mit zu hohen Strömen solltest du ihn nicht dauerhaft belasten. Je nach Einsatzgebiet und äußere Einflüsse könnten 7-8A möglich sein. Kurzzeitig auch 10A, aber nicht dauerhaft. Es sei denn du kühlst ihn.



Weiterführende Links:

Eine tabellarische Übersicht aller getesteten 3,6V Akkus findet ihr hier.


Hier kannst du diese Akku bzw. gute Alternativen kaufen:


Die letzten Tests im Bereich der 3,6V Akkus:


Für meine Tests verwende ich unter anderem dieses Equipment:


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