Efest INR18350 V1 1200 mAh (18350) im Test

Mai 2026




Einleitung und Transparenzhinweis:

Efest wollte ich schon länger einmal testen. Sie bieten ausschließlich ungeschützte Zellen an, zumindest konnte ich Modell mit PCB finden. Efest scheint sich meiner Meinung nach, auf Modelle mit hohen Strömen spezialisiert zu haben. Allerdings sollte man hier sehr genau hinschauen. Auf die meisten Modelle schreibt Efest groß den „Peak Current“ und nicht die CDR. Die steht meist etwas kleiner darunter.

Es gibt aber auch Ausnahmen wie den hier getesteten INR18350 V1 1200 mAh. Der ist nur mit CDR gekennzeichnet, obwohl auch dieses Modell ein Peak Current von 15A hat. Die Akkus wurden mir von Akkuteile.de kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.



Modellübersicht von Efest:

Auf der Webseite von Efest findet man derzeit 22 verschiedene Modelle, wobei ein Modell doppelt aufgelistet wird. Beide haben die gleichen technischen Daten (18650, 3000 mAh, 20A, 35A), sie unterscheiden sich nur optisch. Das bemerkt man aber erst, wenn man sehr genau hinschaut. Denn die Modelle sind in Größe, Chemie, Kapazität oder CDR bunt gemischt. Es lässt sich leider auch nicht filtern. Daher habe ich mir eine Tabelle erstellt, vielleicht findet sie jemand auch nützlich:


Größe Chemie Kapazität [mAh] CDR [A] Peak [A]
14500 IMR 650 6,5 9,75
18350 IMR 700 7 10,5
18350 INR 1.200 10 15
18500 IMR 1.000 10 15
18650 IMR 1.600 - -
18650 IMR 2.100 20 30
18650 IMR 2.100 25 38
18650 IMR 2.500 20 35
18650 IMR 2.600 25 40
18650 INR 2.600 25 40
18650 IMR 3.000 20 35
18650 IMR 3.100 10 20
18650 IMR 3.500 10 20
20700 IMR 3.000 30 -
20700 IMR 3.100 30 -
21700 IMR 3.700 35 -
21700 IMR 4.000 30 -
21700 IMR 5.000 10 -
26650 IMR 3.500 32 64
26650 IMR 4.200 35 50
26650 IMR 5.000 15 40

Das sind die Modelle die auf der Herstellerwebseite gelistet sind. Bei Händlern gibt es bis heute aber noch einige ältere Modelle, die haben eine roten Schrumpfschlauch und ein aufgeklebtes Etikett. Die aktuellen „purple“ Modelle gibt es seit rund 10 Jahren. Die Roten sind tendenziell noch älter, vermutlich werden sie aus diesem Grund nicht mehr auf der Herstellerwebseite aufgeführt.

Alle Modelle in der Übersicht dürften umgelabelte Zellen sein (Rewraps), Efest hat(te) aber auch eine Zelle die sie selbst produzieren, die Efest INR18650-30EF. Auf der Webseite findet man die aber nicht. Und es gibt noch weitere Modelle, die ich im Netz gefunden habe, die auf der Webseite fehlen:

  • 14500; 1200 mAh; 6A (CDR)
  • 18350; 1400 mAh; 7A (CDR)
  • 18500; 2200 mAh
  • 18650; 4000 mAh; 10A (CDR)
  • 21700; 6000 mAh; 10A (CDR)

Ob diese Modelle echt sind, und wirklich existieren, kann ich nicht sagen. Hierzulande habe ich keines der Modelle in irgendeinem Shop finden können.



Eckdaten (Herstellerangaben):

Herstellerangaben Messung
Modell: INR18350 V1 -
Format: 18350 -
PCB: -
Kapazität (typisch): 1200 mAh -
Kapazität (min.): 1100 mAh -
CDR: 10 A -
Nominelle Spannung: 3,7 V Max. 3,72 V @ 0,1A
Energie: 4,44 Wh 4,27 Wh
IR: - 22 mΩ
Gewicht: - 24,02 g
Maße: 15,5 (± 0,2) x 35,2 (± 0,2) mm i15,5 mm ist kein Tippfehler meinerseits, diese Zahl steht so auf der Herstellerwebseite --> Link 18,1 x 35,2 mm




Messwerte:




Durchschnittliche Spannung ähnlich großer Akkus:





Gesamte Energie im Vergleich:





Maximale Temperaturen:



Allgemeiner Hinweis zu Temperaturen von High-Drain Akkus: Die meisten Modelle haben heutzutage keine CDR mehr (die Stromstärke, bei der die Temperaturen unbedenklich sind). Meistens wird in Datenblättern nur noch ein „Maximum Discharge“ angegeben, und fast immer mit einem Temperaturlimit. Die hier gezeigten Temperaturen sind die bei einem offenen Messaufbau. In Akkuträgern, im Rohr der Taschenlampe oder in einem Akkupack sind die Temperaturen deutlich höher. Ohne Temperaturüberwachung solltest du diese Akku nie dauerhaft mit sehr hohen Strömen belasten.



Fazit:

Das Modell liefert genau das, was Efest verspricht und ist im Wesentlichen mit dem Vapcell M11 v2.0 identisch. Die durchschnittliche Spannung ist einen Hauch besser, was bei einem Innenwiderstand von 22 mΩ (Vapcell M11 v2.0: 28 mΩ) auch zu erwarten war. Auch optisch gibt es Gemeinsamkeiten. Der Minuspol der M11 ist sehr leicht wiederzuerkennen. Und genau so sieht auch der Minuspol der Efest aus:




Ich gehe davon aus, dass beide Marken die gleiche Zelle für ihr jeweiliges Modell einkaufen. Die Zelle selbst und damit die jeweiligen Modelle sind derzeit die besten im 18350-Format für hohe Ströme, die ich kenne.



Weiterführende Links:

Eine tabellarische Übersicht aller getesteten 3,6V Akkus findet ihr hier.


Hier kannst du diesen Akku kaufen:


Die letzten Tests im Bereich der 3,6V Akkus:


Für meine Tests verwende ich unter anderem dieses Equipment:


(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird Akkutests am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für dich steigt.