Efest INR18650 3000 mAh (18650) im Test

Juni 2026




Einleitung und Transparenzhinweis:

In meinem Test zum Efest INR18650 V1 1200 mAh bin ich bereits auf die Modelle eingegangen, die man bei Efest auf der Webseite findet und auch auf einige die man dort merkwürdigerweise nicht findet. Das Modell, dass man im Titelbild sehen kann, gehört zu einem dieser Modelle die Efest nicht listet. Zwar gibt es ein Modell, dessen technischen Daten identisch sind und auch das Design ist zum verwechseln ähnlich, aber dieses Modell heißt IMR, nicht INR. Könnte ein Schreibfehler sein (der dann 13x auf der Herstellerwebseite zu finden ist), oder es ist ein anderes Modell. Da IMR und INR nicht nur belangloser Buchstabensalat ist, sondern die Zellchemie der Kathode beschreibt, darf man es hier gerne genau nehmen. IMR steht für Lithium-Mangan, INR für Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt. Unterschiedliche Zellchemien gehen typischerweise auch mit unterschiedlichen Eigenschaften z.B. bezüglich Lebensdauer einher.

Die Akkus wurden mir vom Onlineshop akkuline.de kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.



Eckdaten:

Herstellerangaben Messung
Modell: INR18650 -
Format: 18650 -
PCB: -
Kapazität (typisch): 3000 mAh -
Kapazität (min.): 2900 mAh -
CDR: 20 A -
Maximum Discharge: 35 A (Pulse) -
Nominelle Spannung: 3,7 V Max. 3,59 V @ 0,5A
Energie: - 10,6 Wh
IR: - 13,7 mΩ
Gewicht: - 46,38 g
Maße: - 18,3 x 65,0 mm




Messwerte:




Durchschnittliche Spannung ähnlich großer Akkus:



Hinweis: Ich habe diese Akku zwar bei 20A getestet, musste die Messung aber aufgrund zu hoher Temperaturen vorzeitig beendet. Da die Messung unvollständig ist, ist auch kein Wert für die durchschnittliche Spannung bei 20A angegeben.



Gesamte Energie im Vergleich:





Maximale Temperaturen:



Allgemeiner Hinweis zu Temperaturen von High-Drain Akkus: Die meisten Modelle haben heutzutage keine CDR mehr (die Stromstärke, bei der die Temperaturen unbedenklich sind). Meistens wird in Datenblättern nur noch ein „Maximum Discharge“ angegeben, und fast immer mit einem Temperaturlimit. Die hier gezeigten Temperaturen sind die bei einem offenen Messaufbau. In Akkuträgern, im Rohr der Taschenlampe oder in einem Akkupack sind die Temperaturen deutlich höher. Ohne Temperaturüberwachung solltest du diese Akku nie dauerhaft mit sehr hohen Strömen belasten.



Auswertung:

Bei der Kapazität gibt es nichts zu meckern. Bis zu 2960 mAh erreichen die beiden getesteten Exemplare. Beim Thema hohe Ströme gibt es allerdings gewisse Auffälligkeiten.

Zum einem ist die Spannungslage über alle Messungen hinweg relativ gering. Natürlich kann man dieses Modell nicht mit tabless Zellen vergleichen (JP30, 30PL, 30XG), aber auch die Vapcell U30 sind hier deutlich besser. Selbst die Vapcell S30 oder die Sony VTC6 bieten etwa 50 mV mehr, bei allen Messungen. Dass die Akkus selbst beim Entladen mit 500 mA bei unter 3,6V liegen ist, ist für einen High-Drain-Akku sehr ungewöhnlich.

Was die maximalen Ströme angeht, lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. 35A stehen zwar groß auf den Akkus, direkt darunter wird die CDR aber nur mit 20A angegeben. Die 20A liefern die Akkus auch, aber erreichen dabei ihre maximal zulässige Temperatur von 75°C vor Ende der Messung. Bis zu 72°C sind es auch schon bei der 15A gewesen.



Fazit:

Mit 3000 mAh verspricht Efest nicht zu viel. Im Schnitt habe ich bis zu 2960 mAh gemessen. Die Spannungslage ist ungewöhnlich niedrig für einen High-Drain Akku. Die groß aufgedruckten 35A sind Efest typisch nicht nicht CDR. Die wird mit 20A angegeben, bei diesem Strom erreichen die Akkus allerdings ihr Temperaturlimit bevor die Messung beendet werden konnte. Höhere Ströme sind möglich, aber nur mit Temperaturüberwachung (und Abschaltung).



Weiterführende Links:

Eine tabellarische Übersicht aller getesteten 3,6V Akkus findet ihr hier.


Hier kannst du diesen Akku kaufen:


Die letzten Tests im Bereich der 3,6V Akkus:


Für meine Tests verwende ich unter anderem dieses Equipment:


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