EVE INR18650-33V 3200 mAh (18650) im Test

Juni 2026




Einleitung und Transparenzhinweis:

Neue Akkus mit mehr Kapazität und/oder höherer CDR sind sicherlich am interessantesten. Aber in Massen werden vermutlich eher andere Modelle verkauft. Ihr Wh/€ Verhältnis ist oft wesentlich besser. Da ich ohnehin einige Akkus bei Flashlightgo bestellen wollte, habe ich mir diese beiden Exemplare auch mitbestellt. Bezahlt habe ich den regulären Preis.



Eckdaten:

Herstellerangaben Messung
Modell: INR18650-33V -
Format: 18650 -
PCB: -
Kapazität (typisch): 3200 mAh -
Kapazität (min.): 3100 mAh -
CDR: 10 A -
Maximum Discharge: - -
Nominelle Spannung: 3,6 V Max. 3,70 V @ 0,5A
Energie: - 10,86 Wh
IR: ≤ 30 mΩ 21,4 mΩ
Gewicht: 46(± 0,2) g 46,37 g
Maße: 18,35(± 0,1) x 65,0(± 0,15) mm 18,3 x 65,0 mm




Messwerte:




Durchschnittliche Spannung ähnlich großer Akkus:





Gesamte Energie im Vergleich:





Maximale Temperaturen:



Allgemeiner Hinweis zu Temperaturen von High-Drain Akkus: Die meisten Modelle haben heutzutage keine CDR mehr (die Stromstärke, bei der die Temperaturen unbedenklich sind). Meistens wird in Datenblättern nur noch ein „Maximum Discharge“ angegeben, und fast immer mit einem Temperaturlimit. Die hier gezeigten Temperaturen sind die bei einem offenen Messaufbau. In Akkuträgern, im Rohr der Taschenlampe oder in einem Akkupack sind die Temperaturen deutlich höher. Ohne Temperaturüberwachung solltest du diese Akku nie dauerhaft mit sehr hohen Strömen belasten.



Auswertung:

Die beworbene Kapazität erreichen die beiden Exemplare leider nicht. Auffällig ist, der Spannungsverlauf ist bis kurz vor Ende der Messung sehr nah beieinander. Während die Spannung bei Zelle Nummer 2 steil abfällt, setzt sich Zelle 1 um etwa 70 mAh ab. Und das bei jeder Messung. Ein ähnliches Bild habe ich bereits einmal gesehen, vor vielen Jahren im Batterie comparator von HKJ. Leider erinnere ich mich nicht mehr daran, welche Modelle ich damals verglichen habe. Aber der Verlauf der beiden Modelle war vergleichbar. Bis kurz vor Schluss deckungsgleich, und dann kam „eine Weiche“ und jedes Modell nahm eine andere Richtung. Habe ich hier auch zwei unterschiedliche Modelle getestet? Wer das Titelbild etwas genauer betrachtet hat, kennt die Antwort schon:




Ja, das sind zwei unterschiedliche Akkus. #1 ist der mit CCC Logo, #2 der ohne CCC Logo. Die Unterschiede am und auf dem Schrumpfschlauch sind mir bei Lieferung auch nicht aufgefallen. Die Farbe ist minimal anders, es gibt Unterschiede bei der Schrift und auf einem fehlt nicht nur das CCC Logo, sondern auch die Angabe „3,2Ah“.

Händler (und auch einige Leute im Internet) würden sicherlich ihre Hand dafür ins Feuer legen, dass die beiden Akkus gleich sind. EVE hätte nur den Schrumpfschlauch geändert, weil es in China mittlerweile Pflicht ist, dass jeder Akku das CCC Logo trägt.

Ich bin der Meinung, dass sind zwei unterschiedliche Modelle. Sehr ähnlich in ihrem äußeren Erscheinungsbild und auch ihrer Leistung. Aber unterschiedlich genug, dass es zwei verschiedene Modelle sein könnten. Im Alltag wird den Unterschied allerdings niemand bemerken.



Auf Fehlersuche:

2900 bzw. 2970 mAh sind eindeutig zu wenig für Akkus die mindestens 3100 mAh und typischerweise 3200 mAh haben sollten. Zwar hatten das 35V Modell auch etwas zu wenig Kapazität, aber sowohl prozentual, als auch absolut ist es hier noch mehr Kapazität, die fehlt. Da ich das bei einem namhaften Hersteller wie EVE eher ungewöhnlich finde, möchte ich mir ganz sicher sein, dass der Fehler nicht bei mir liegt, bevor ich die Werte veröffentliche. Die Ströme die tatsächlich fließen, prüfe ich mit einem Zangenamperemeter von UNI-T. Hier konnte ich keinen Fehler finden. Auch die ausgelesene Spannung habe ich überprüft, auch hier konnte ich keinen Fehler bei der Messtation finden.

Eine gute Gegenprobe nach jeder Messung ist der anschließende Ladevorgang. Seit Monaten verwende ich hierfür das XTAR VX2 Pro, dass die hineingeladene Kapazität anzeigen kann. Für diejenigen die es nicht wissen, wenn 3000 mAh aus einem Akku fließen, werden (nahezu) auch 3000 mAh hineingeladen. Man nennt es auch den Coulomb-Wirkungsgrad oder Ladewirkungsgrad. Dieser liegt bei Li-Ionen Akkus typischerweise bei über 99,8%, wenn mit kleinen Strömen ge- und entladen wird.

Die hineingeladene Kapazität im XTAR VX2 Pro ist also eine gute Gegenprobe, wenn es halbwegs genau ist. Und das ist es meiner Meinung nach. Nicht auf 0,2% genau, aber auf 1% genau. Zumindest ist das die typische Abweichung zwischen dem was beim Entladen gemessen wird und was anschließend wieder hineingeladen wird. Sind es plötzlich 3 oder 4%, deutet das auf einen Messfehler hin. Meistens ist dann der Kalibrierfaktor für Strom (current) falsch eingestellt. Diesen muss ich je nach Strom den ich messe, richtig einstellen. Vergesse ich das, ist die Messung falsch. Und das erkenne ich dann an der Kapazität die das XTAR XV2 Pro hineingeladen hat, sofern ich es beim Überprüfen mit Zangenamperemeter nicht schon vorher bemerkt habe.

Und das XTAR VX2 Pro hat nach jeder Messung weniger als 3000 mAh hineingeladen. Also lässt sich auch hier kein Fehler erkennen. Allerdings kann das Ladegerät nur soviel hineinladen, wie vorher entnommen wurden. Vielleicht wurden die Akkus nicht vollständig entladen? Unwahrscheinlich, aber möglich. Um meine Messtation als Fehlerquelle auszuschließen, habe ich beide Akkus über die Kapazitätsmessfunktion des XTAR XV2 Pro ebenfalls messen lassen:




Anmerkung: Diese Messung wurde mit 300mA Entladestrom und 2,7V als Entladeschlussspannung durchgeführt. Die Werte lassen sich nicht anpassen.

Auch hier wurden weniger als 3000 mAh bzw. 2900 mah gemessen. Auch hier wurden etwa 70 mAh Differenz zwischen den beiden Zellen ermittelt. Zwei unterschiedliche Messmethoden kommen, mit einer Abweichung von 1%, zum gleichen Ergebnis: Diesen Akkus fehlt einiges an Kapazität.



Fazit:

Die Modellbezeichnung 33V lässt 3300 mAh vermuten. Es sind aber nur 3200 mAh (typisch) bzw. 3100 mAh (min.) laut EVE. Gemessen habe ich leider nur 2900 bzw. 2970 mAh. Die Spannungslage ist gut, 10A (CDR) sind nachvollziehbar.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Reviews kostet sowohl das 33V, als auch das 35V (Review) Modell von EVE 3,95€ bei Flashlightgo. Ohne Preisvorteil für die 33V, würde ich dir eher das 35V Modell empfehlen.



Weiterführende Links:

Eine tabellarische Übersicht aller getesteten 3,6V Akkus findet ihr hier.


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Die letzten Tests im Bereich der 3,6V Akkus:


Für meine Tests verwende ich unter anderem dieses Equipment:


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