
Ich bin bei AliExpress auf die Marke VariCore gestoßen. Sie erinnern ein wenig an Vapcell, verkaufen hauptsächlich 3,6V Akkus mit bunten Schrumpfschläuchen und auffällig oft mit USB-C Anschluss. Ein Modell kann darüber nicht nur geladen werden, es kann die 21700er Zelle auch als Powerbank nutzen. Nette Idee, aber bei gerade einmal 5W (5V/1A) mehr als Spielzeug zu bezeichnen statt einer echten Powerbank.
Neben den ganzen 3,6V Akkus, fand ich auch zwei 1,5V Akkus:
Kauft man nur kleine Mengen, wie ich für diesen Test, sind die Akkus ziemlich teuer. Bestellt man aber z.B. 16x AA, dann kostet ein Akku nur noch etwa 2,20€. Angenommen die 4000 bzw. 900 mWh beziehen sich auf die Energiemenge der inneren Zelle, wären das interessante Akkus. Da sowohl 4000 mWh als auch 900 mWh realistische Werte sind, die anderen Modelle bereits erreicht haben, habe ich mir beide Modelle bestellt und getestet.

Die VariCore VC-4000T erinnern mich stark an die grün-weißen Hixon 3000 mWh. Beide Akkus liefern bis zu 2000mAh bzw. 3000 mWh, bei einem sehr ähnlichen Spannungsverlauf. Und Hixon wirbt auch mit genau diesen Werten, VariCore hingegen mit 4000 mWh. Die Leistung der VC-4000T ist dabei nicht schlecht, wobei die Akkus von Hixon bei 2A mehr Energie liefern und 3A schaffen die Akkus von VariCore gar nicht mehr. Fairerweise sei an dieser Stelle aber auch gesagt, VariCore nennt auch nur 2A. Insofern liefern die Akkus in diesem Punkt das, was der Hersteller verspricht.
Die 4000 mWh sind allerdings eine frei erfundene Zahl von VariCore. Weder können die Akkus diese Energie liefern, oder speichern. Im Inneren befinden sich Zellen mit im Schritt 934 mAh bzw. 3360 mWh. Willkommen VC-4000T, auf der Liste der chemisch betriebenen Hoffnungsträger mit begrenzter Wahrheitsnähe.
Einen wirksamen Schutz vor Tiefentladung besitzen die Akkus nicht. Vollständiges aufladen dauert rund 2,4 Stunden.

Mittelmäßige Effizienz (89%), trifft auf zeitgemäßen Spannungsverlauf, gepaart mit gutem Preis/Leistungsverhältnis, wenn man eine größere Menge dieser Akkus kauft. Der Haken ist schnell gefunden, an ihm hängen die ausgedachten 4000 mWh. Messen konnte ich nur 3360 mWh, die die interne Zelle speichern kann. Maximal 2970 mWh können abgegeben werden.
Eine tabellarische Übersicht aller getesteten 1,5V Akkus findet ihr hier.
Akkus die so deutlich unter der Herstellerangabe liegen, werde ich aus Prinzip nicht mehr verlinken. Und die letzten Monate zeigen mir auch, niemand von euch klickt diese Links an. Das ist auch gut so, denn ich teste die Akkus, damit ihr euch wirklich gute Akkus kauft und nicht solche die nur behaupten viel Energie speichern zu können. Wenn du 1,5V Akkus suchst, die echte 4000 mWh liefern, empfehle ich dir die XTAR CLR 4300 mWh* oder die Keeppower P1450i2. Wenn du Akkus mit gutem Preis/Leistungsverhältnis suchst, modernen Spannungsverlauf und echten Herstellerangaben, empfehle ich dir die Powxs 3500 mWh*
Die letzten Tests im Bereich der 1,5V Akkus:
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird Akkutests am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für dich steigt.