Vapcell F66 6600 mAh (21700) im Test

Juni 2026




Einleitung und Transparenzhinweis:

Kaum habe ich die F63 getestet, steht schon der Nachfolger vor der Tür: F66 mit typischen 6600 mAh und weiterhin 12,5A (CDR). Vielleicht hat er aber auch 100 mAh mehr wie damals der F60 und kann den SA112 von Amprius schlagen?

Ich habe die Akkus zum regulären Preis bei Flashlightgo* gekauft.



Eckdaten:

Herstellerangaben Messung
Modell: F66 -
Format: 21700 -
PCB: -
Kapazität (typisch): 6600 mAh -
Kapazität (min.): 6400 mAh -
CDR: 12,5 A -
Maximum Discharge: - -
Nominelle Spannung: 3,60 V Max. 3,52 V @ 0,5 A
Energie: 23,76 Wh 23,2 Wh
IR: max. 16 mΩ 14,2 mΩ
Gewicht: max. 74 g 73,48 g
Maße: 21,7 (±0,2) x 71,0 (±0,3) mm 21,7 x 71,0 mm




Messwerte:




Durchschnittliche Spannung ähnlich großer Akkus:





Gesamte Energie im Vergleich:





Maximale Temperaturen:



Allgemeiner Hinweis zu Temperaturen von High-Drain Akkus: Die meisten Modelle haben heutzutage keine CDR mehr (die Stromstärke, bei der die Temperaturen unbedenklich sind). Meistens wird in Datenblättern nur noch ein „Maximum Discharge“ angegeben, und fast immer mit einem Temperaturlimit. Die hier gezeigten Temperaturen sind die bei einem offenen Messaufbau. In Akkuträgern, im Rohr der Taschenlampe oder in einem Akkupack sind die Temperaturen deutlich höher. Ohne Temperaturüberwachung solltest du diese Akku nie dauerhaft mit sehr hohen Strömen belasten.



Auswertung:

Schöner könnten die Entladekurven von zwei getesteten Exemplaren kaum beieinander liegen. Und eine Punktlandung bei 6600 mAh legen sie auch noch hin. Nicht mehr und nicht weniger bekommt man mit den F66. Wobei, mehr gibt es meiner Meinung nach schon. Denn wie auch schon bei den F63, bin ich der Meinung auch die F66 könnten eine CDR von 15A haben. Zumindest die durchschnittliche Spannung liegt noch knapp über 3,2V. Mangels Datenblatt, dass Vapcell leider nie bereitstellt, kenne ich die maximal zulässige Oberflächentemperatur nicht. 60°C sind für Akkus mit sehr hoher Kapazität in ihrer Bauform üblich, aber manchmal gibt es auch Ausnahmen. Ich finde die 67°C bei 15A gehen noch in Ordnung.



Amprius SA112 und Vapcell F6x im Vergleich:

Wie bereits im Test der F63 angesprochen, ist genau das eingetreten was zu erwarten war: Mehr Kapazität, aber eine wieder etwas geringere Spannungslage. Und mit den F66 von Vapcell schrumpft der Vorsprung zu den SA112 von Amprius immer weiter:




Und auch bei der Energie die beide liefern können, werden die Unterschiede immer kleiner. Einzig bei 15A kann sich der F66 deutlich absetzen. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass der SA112 zu warm wurde und die Messung frühzeitig beendet werden musste.






Ist der F66 in ein paar Monaten schon wieder veraltet?

In einigen Wochen soll der Molicel M65A lieferbar sein. 6500 mAh und 26A klingen im ersten Augenblick sicherlich für viele nach dem interessanteren Akku. 100 mAh weniger, dafür mehr als doppelt so hohe Ströme. Ist der F66 schon bald wieder überholt?

Ich denke nicht, denn schaut man sich die Zahlen von Molicel genauer an, wird nur von „Discharge Current“ gesprochen. Das muss nicht der CDR Wert sein. Zwar werden die 26A in einem Datenblatt das ein Jahr alt ist genannt, aber schon in einem weiteren Datenblatt, das zwei Monate später veröffentlicht wurde, ist der Innenwiderstand von „< 11,5mΩ“ auf „< 14mΩ“ angestiegen. Ein aktuelles Datenblatt erhält man bei Molicel leider nicht mehr. Es sei denn man registriert sich, gibt seine Daten preis und hat ein Kaufinteresse in großer Stückzahl.

Wie hoch also die CDR ist, weiß man nicht. Wie hoch der Innenwiderstand ist, auch nicht. Aber bei einer Sache sind sich alle verfügbaren Datenblätter einig: Molicel hat ihre M65A getestet und gibt eine ungewöhnlich hohe maximale Oberflächentemperatur von 90°C an. Das ist bestimmt nicht gesund. Aber so warm ist der Akku im Test nicht gewesen. Die Werte stehen ja auch im Datenblatt. Ich habe sie mal grafisch dargestellt:




An der Stelle habe ich Fragen an Molicel: Warum ist das keine gerade Linie? Mir fallen da zwei mögliche Gründe ein:

  1. Weil man wie ich in einer Umgebung testet in der die Temperatur nicht konstant gehalten wird (was man im Labortest aber normalerweise problemlos realisieren kann)
  2. Weil man den Akku gekühlt hat. Bei 13A war der Lüfter anscheinend noch gedrosselt, bei 19,5A lief der dann mit 100% und zu 26A steigt die Temperatur wieder überproportional an. Was darauf hindeutet, dass die Kühlung am Limit läuft.

Zugegeben, die Spannungsverläufe die man im Datenblatt sieht, sehen vielversprechend aus. Allerdings passen die nicht so recht zu einer Zelle die über 10 mΩ Innenwiderstand hat. Das sieht eher nach einer High-Drain Zelle mit höchster Kapazität aus, die aber eher weniger als 5 mΩ haben müsste. Und noch etwas macht mich stutzig: Gerüchte sagen, die M65A wird bei Tenpower gefertigt. Und ja, man findet eine M65A auch in der Roadmap bei Tenpower. Man findet aber noch eine wichtige Info bei Tenpower: Diese Zelle hat eine Si-Anode (wie auch die Amprius SA112). Die SA112 haben die niedrigste Spannungslage aller 21700er die ich bisher getestet habe. Und Molicel nutzt auch eine solche Anode, kein tabless Bauweise und kommt trotzdem auf so eine hohe Spannungslage bei 26A? Nicht unmöglich, aber merkwürdig. Im Herbst werden Tests sicherlich zeigen was die M65A wirklich können.



Fazit:

Mit 6600 mAh erreichen die getesteten Exemplare genau das was Vapcell verspricht. Die Spannungslage ist minimal besser im Vergleich zum SA112 von Amprius. Die Energie die beide liefern ist nahezu identisch. Nur bei 15A sind die F66 deutlich besser, da sie kühler bleiben.



Weiterführende Links:

Eine tabellarische Übersicht aller getesteten 3,6V Akkus findet ihr hier.


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Die letzten Tests im Bereich der 3,6V Akkus:


Für meine Tests verwende ich unter anderem dieses Equipment:


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