

Zwei Jahre ist es nun mittlerweile auch schon her, dass ich die Vapcell N40 getestet habe. Kürzlich hat auch XTAR ihren ungeschützten Akku mit 4000 mAh vorgestellt, Keeppower hat diese aber auch schon länger im Portfolio. Höchste Zeit die 18650-E400 auch einmal zu testen.
Die Akkus wurden mir von Keeppower kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!
Keeppower hat mir - wie immer - zwei Exemplare zur Verfügung gestellt. Leider hatte meine Messstation eine Fehlfunktion und nicht bei der eingestellten Endladeschlussspannung (2,5V) die Messung beendet. Bemerkt habe ich das erst etwa 30 Minuten später. Zu diesem Zeitpunkt war der Akkus bereits auf unter 0,5V entladen. Sicherheitshalber wurde der Akku entsorgt. Alle Messwerte (außer 2,5A) beziehen sich in diesem Test daher nur auf ein getestetes Exemplar.
| Herstellerangaben | Messung | |
|---|---|---|
| Modell: | 18650-E400 | - |
| Format: | 18650 | - |
| PCB: | ![]() |
- |
| Kapazität (typisch): | 4000 mAh | - |
| Kapazität (min.): | 3900 mAh | - |
| CDR: | 10 A | - |
| Maximum Discharge: | - | - |
| Nominelle Spannung: | 3,60 V | Max. 3,56 V @ 0,5 A |
| Energie: | 14,4 Wh | 14,1 Wh |
| IR: | - | 34 / 35 mΩ |
| Gewicht: | 47,5 g | 48,61 g |
| Maße: | Max. 18,3 x 65,3 mm | 18,3 x 65,2 mm |



| A | Wh |
|---|---|
| 2,5 A |
|
| 5 A |
|
| 10 A |
|
| 15 A |
|
| 20 A |
|

Allgemeiner Hinweis zu Temperaturen von High-Drain Akkus: Die meisten Modelle haben heutzutage keine CDR mehr (die Stromstärke, bei der die Temperaturen unbedenklich sind). Meistens wird in Datenblättern nur noch ein „Maximum Discharge“ angegeben, und fast immer mit einem Temperaturlimit. Die hier gezeigten Temperaturen sind die bei einem offenen Messaufbau. In Akkuträgern, im Rohr der Taschenlampe oder in einem Akkupack sind die Temperaturen deutlich höher. Ohne Temperaturüberwachung solltest du diese Akku nie dauerhaft mit sehr hohen Strömen belasten.
Im ersten Moment sehen die Messwerte gut aus. Knapp 4000 mAh werden erreicht und bei 10A wird der Akku auch nicht zu warm. Bei genauer Betrachtung, insbesondere im Vergleich zu anderen Zellen, wird aber ein Problem deutlich:
Die 18650-E400 werden bei 10A etwa 10°C wärmer als die die XTAR Raw 4000 mAh. Eigentlich hatte ich erwartet, dass das Modell von Keeppower dem von XTAR (und den N40 von Vapcell) sehr ähnlich sein würde. So ähnlich, dass man vermuten könnte, alle drei basieren auf der gleichen Zelle. Aber das Modell von Keeppower weicht doch recht deutlich nach unten ab:

Die Spannungslage der 18650-E400 ist teilweise sogar schlechter als beim P1840C und P1840TC. Und für diese beiden Modelle verwendet Keeppower genau diese Rohzelle. Akkus mit Schutzschaltung können keine höhere Spannung haben als die Rohzelle selbst. Es sei denn … die getesteten Rohzellen (18650-E400) sind von schlechterer Qualität als die Zellen in den geschützten Akkus (P1840C, P1840TC).
Und genau das ist auch der Fall. Ein 18650er mit 4000 mAh und 10A sollte einen Innenwiderstand von etwa 15 - 20 mΩ haben. Die beiden P1840TC (18650-E400 + PCB) die ich ebenfalls diesen Monat getestet habe, liegen bei rund 26 mΩ. Die beiden hier getesteten 18650-E400 haben allerdings einen Innenwiderstand von 34 bzw. 35 mΩ. Das ist viel zu hoch. Durch den hohen Innenwiderstand werden die Akkus wärmer als üblich und haben auch eine etwas zu geringe Spannungslage.
Ich kenne die Grenzen nicht, was Keeppower noch als Grade A Zelle akzeptiert beim Einkauf. 35 mΩ halte ich aber für zu hoch. Und normalerweise sind die 18650-E400 auch besser, wie man anhand der getesteten P1840C und P1840TC auch sehen kann.
Knapp 4000 mAh erreicht der Akku und auch die 10A (CDR) sind auf den ersten Blick okay. Bei genauerer Betrachtung, im Vergleich mit anderen Zellen, aber auch mit anderen Modellen von Keeppower wird ein Problem sichtbar. Vielleicht hatte ich gleich doppelt Pech. Die Fehlfunktion der Messstation geht auf meine Kappe. Aber der zu hohe Innenwiderstand wirft Fragen auf …
Das eine der beiden Zellen die mir Keeppower freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat tiefentladen wurde, war eine Fehlfunktion der Messstation. Für diejenigen, die sich schon immer gefragt haben, wie verhält sich so eine Zelle eigentlich, wenn man sie unter 2,5V entlädt, für die habe ich die Werte einmal hier zusammengefasst:

Der Akku liefert auch weiterhin 2,5A bis die Spannung auf unter 0,56V sinkt. Ab diesem Zeitpunkt sinkt der Strom, den die Zelle noch liefern kann. 20 Minuten später war die Zellspannung nur noch bei 0,26V, es flossen noch etwa 35 mA aus dem Akku. Zu diesem Zeitpunkt wurden etwa 4,3% „zu viel“ Energie (Wh) aus dem Akku entnommen.
Was man mit tiefentladenen Li-Ionen Akkus macht: Pole abkleben und in der Sammelbox entsorgen!
Eine tabellarische Übersicht aller getesteten 3,6V Akkus findet ihr hier.
Hier kannst du diesen Akku bzw. gute Alternativen kaufen:
Die letzten Tests im Bereich der 3,6V Akkus:
Für meine Tests verwende ich unter anderem dieses Equipment:
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